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Hamburg als wichtiger Standort für „real life“ Blockchain-Applikationen

Vor einigen Tagen erschien auf Nextmedia-Hamburg.de ein Blogbeitrag von Jan C. Rode mit dem Titel „Blockchain rüttelt Hamburgs Wirtschaft auf“. Nachdem ich den Artikel auf den sozialen Netzwerken LinkedIn und Xing mit dem Kommentar „Hamburg hat das Zeug zum wichtigen Standort für „real life“ #Blockchain-Applikationen zu werden“ veröffentlicht habe entstand in meinem Netzwerk eine interessante Diskussion. Thema:

Kann Hamburg überhaupt „gegen Berlin“ bestehen und eine relevante Blockchain-Startup-Szene entwickeln?

Meine Meinung: Ja. Und das wäre gut – für Hamburg, für die Entwicklung von Blockchain-Anwendungen in Deutschland und im Übrigen auch gut für Berlin.

Gut für Hamburg

Die Hamburger Startup-Szene ist bisher eher gering entwickelt und gerade die Blockchain-Technologie hat das Potenzial in vielen Branchen für erhebliche Veränderungen zu sorgen. Hamburg würde gewinnen, wenn hier möglichst viele relevante Startups mit Blockchain-Kompetenz in unterschiedlichen Branchen entstehen und mit verschiedenen Branchenexperten zusammenarbeitet.

Gut für die Entwicklung von Blockchain-Anwendungen

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für neue Technologien ist die Nutzbarkeit in der Realwirtschaft. Das gilt auch für die Blockchain-Technologie. Hamburg ist eine Hochburg u.a. für eCommerce, Medien, erneuerbare Energien, Lufttfahrt und – vor allem – für maritime Wirtschaft und die Hafenlogistik. In all diesen Bereichen werden bereits heute an verschiedenen Plätzen auf der Welt hochinteressante Geschäftsmodell-Ansätze basierend auf Blockchain-Technologie entwickelt. Um diese bahnbrechenden Entwicklungen auch für den Standort Deutschland erfolgreich zu gestalten, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen etablierten Branchenexperten und Technologie-Experten aus spezialisierten Startups ein wichtiger Baustein. Hamburg hat gute Voraussetzungen hierfür, zum Beispiel ist der im Aufbau befindliche Hamburger „Logistics Hub“ im Rahmen der hub-Strategie des BMWi hervorragend für derartige Kollaborationen geeignet.

Gut für Berlin

In Berlin ist in den letzten Jahren eine faszinierende Startup-Szene entstanden. Innovation, Kreativität und „disruptive Kraft“ sind nahezu in der ganzen Stadt zu spüren. Derartige Zentren auch außerhalb des Silicon Valleys sind wichtig und Deutschland kann sich glücklich schätzen mit Berlin eines der wichtigsten Startup-Zentren für die Digital-Ökonomie zu haben. Aber: Die Zentren der verschiedenen Wirtschaftszweige sind im föderativen Staat Deutschland eben nicht in Berlin, sondern über das Land verteilt. In und mit diesen Zentren muss der digitale Wandel gestaltet werden. Der Blockchain-Technologie wird das Potential zugewiesen unser Zusammenleben – und auch unser Arbeitsleben – ähnlich zu verändern, wie es durch das Internet geschehen ist. Deshalb ist es hier besonders wichtig, dass die etablierte Wirtschaft die Potentiale der Technologie versteht und einen entscheidenden Part bei der Gestaltung der Zukunft innehat. Berlin kann nur gewinnen, wenn bei der Gestaltung des digitalen Wandels eine gute Zusammenarbeit mit den Wirtschaftszentren des Landes etabliert wird.

Hamburg ist eines der wichtigsten Zentren in Deutschland und hat darüber hinaus eine sehr gute verkehrstechnische Anbindung an Berlin. Es ist leicht und komfortabel zwischen den Metropolen zu pendeln und die Vorteile der jeweiligen Standorte zu nutzen. Der Vorteil von Hamburg liegt in meinen Augen eindeutig darin, dass hier in den Branchen, die in Hamburg stark vertreten sind, „real life“ Blockchain Anwendungen entstehen. Jan C. Rode hat in seinem Beitrag bereits einige vielversprechende Hamburger Blockchain-Projekte aufgeführt. Man kann davon ausgehen, dass dies erst der Start einer sehr vielversprechenden und wichtigen Entwicklung ist.

 

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Artikel „Interessante Anwendungen mit Blockchain-Technologie“

Knapp sechs Monate nachdem mein einführender Artikel in die Blockchain-Technologie veröffentlicht wurde (hier geht es zu dem zugehörigen Post) habe ich eine kurze Erläuterung zu der Use Case Sektion auf dieser Seite geschrieben. In dem Artikel auf intelligente-welt.de können Sie einige Erläuterungen über die Struktur der Use Case Sektion lesen und erfahren, nach welchen Kriterien Sie die für Sie interessanten Projekte aus den inzwischen mehr als einhundert Einträge herausfiltern können. Hier der  Link zu dem Artikel (nur in deutscher Sprache verfügbar).

 

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MIT Course „Future Commerce“

Drei Monate nach Start des MIT Fintech Certificate Course „Future Commerce“ werden die Gewinner der „Capstone Projects“ – Themenschwerpunkt der zweiten Hälfte des Kurses – bekanntgegeben. Das mit Christoph Martin gemeinsam entwickelte Projekt „Community Token“ wurde von den MIT-Tutoren als eines der acht Top-Projekte aus über 200 Projekten ausgewählt. Hier der Link zum Explainer Video:

Explainer Video zum MIT-Gewinner-Projekt „Community Token“
von Christoph Martin und Frank Bolten

Weitere Informationen zum „Community Token“ Modell über das Kontaktformular.

 

Nachtrag 22. Oktober 2016

Heute wurde das offizielle Kurs-Zertifikat geliefert. Wie sich herausstellte, war damit direkt eine kleine Bastelstunde verbunden. Hier ein Eindruck von der Zusammensetzung der typisch amerikanischen Lieferung:

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Grundlagen-Artikel „Intelligente Welt“

Den folgende deutschsprachige Artikel habe ich mit der  Zielsetzung verfasst, den an Blockchain interessierten Lesern:

  • einen Überblick zu geben, wie die Technik funktioniert
  • verschiedene Use-Cases vorzustellen
  • einige politische Rahmenbedingungen erläutern

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Artikel auf www.intelligente-welt.de „Blockchain – programmiertes Vertrauen“