, , , , ,

Neue Möglichkeiten für den Energiemarkt

„Die Blockchain-Technologie hat das Potential das Energiesystem zu revolutionieren, schreibt die Süddeutsche Zeitung.“ Mit diesem Zitat lud die Deutsche Energie-Agentur dena für den 1. März 2017 ins Berliner Novotel am Tiergarten zur Dialogveranstaltung „Blockchain – neue Möglichkeiten für den Energiemarkt“ ein. Knapp einhundert Gäste folgten der Einladung und erlebten einen informationsreichen Tag mit spannenden Diskussionen rund um die Möglichkeiten der Blockchain.

Nach Begrüßung durch Andreas Kuhlmann, dem Vorsitzenden der dena-Geschäftsführung, und Dr. Wolfgang Langen vom BMWI stellte Philipp Richard, Projektdirektor bei der dena, die Agenda des Dialogforums vor und ordnete die vom BMWi geförderte Veranstaltung in den Kontext der dena-Digitalisierungsprojekte ein.

Danach hatte ich die Gelegenheit eine einführende Präsentation in die Blockchain-Technologie zu geben (Link zur gezeigten Präsentation unten). Die kurze Q+A im Anschluss an meine Ausführungen machte deutlich, dass ein nennenswerter Teil der Teilnehmer sich schon recht intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat.

Die folgende Podiumsdiskussion brachte eine interessante Diskussion zwischen verschiedenen Experten des Energiemarktes. Tobias Frederico von Energy Brainpool brachte hierbei z.B. einen markanten Aspekt ins Spiel: „Blockchain kann die Energiewende glaubwürdiger machen.“ Und Kirsten Hasberg, Co-Founder von StromDAO.de, zog interessante Parallelen zwischen frühen Treibern bei der Entwicklung Erneuerbarer Energien und Blockchain.

Christoph Burger, Senior Lecturer / Senior Associate Dean of Executive Education ESMT Berlin, schloss an mit seinem Vortrag über „Geschäftsfelder zum Einsatz der Blockchain im Energiebereich“. Klare Aussage: Der Fokus bei der Entwicklung von Blockchain-Applikationen sollte bei Prozessoptimierungen und Plattformen liegen.

Vor der Kaffepause ging es dann in den Workshop-Teil, aufgeteilt in drei Themenbereiche: Technologie und Wirtschaftlichkeit, Datenschutz und Datensicherheit sowie Standards, Schnittstellen, Regulation. Gerade die spannenden Diskussion, die dort geführt wurden, machten deutlich, wie umfangreich die Herausforderungen im Energiemarkt sind – vor allem, wenn es um Nutzung neuer Technologie-Konzepte wie Blockchain geht.

Abschließend ging Prof. Dr. Strüker, Professor für Energiemanagement an der Fresenius Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Frankfurt, darauf ein, was jetzt konkret zu tun ist um von der Idee zur Anwendung zu kommen. Bemerkenswert fand ich hier unter anderem die Aussage, dass wir auf dem Weg in eine Echtzeit-Energiewirtschaft sind.

Phillip Richard, Projektleiter Energiesysteme und Energiedienstleistungen bei der dena, über die Dialogveranstaltung „Blockchain – neue Möglichkeiten für den Energiemarkt“:

„Wichtig ist, die Kerneigenschaften der Digitalisierung zu verstehen, um ihre Chancen zu nutzen und ihre Risiken handhabbar zu machen. Zu den Kerneigenschaften zählen u.a. ein enormer und schneller Datenaustausch bis hin zur Echtzeitverarbeitung, die Möglichkeit der Skalierung und der Zielgruppengenauigkeit, Transparenz- und sharing-Bestrebungen sowie natürlich auch die Mehrfachnutzung von Daten für verschiedene Anwendungszwecke. Die Vision der Blockchain versteht es dabei, diese Kerneigenschaften sehr gut aufzugreifen und Lösungspotential für viele aufkommende Fragestellungen der Digitalisierung im Allgemeinen sowie der Datensicherheit und des Datenschutzes im Speziellen zu bieten. Auf dem Weg zu konkreten Lösungen und Anwendungen muss die Blockchain-Technologie ihre hochgesteckten Zielen jedoch noch bestätigen. Das Vertrauen in die Technologie muss sich langsam aufbauen und die Effizienz der Technologie muss sich in den nächsten Jahren deutlich erhöhen.“

Einen längeren Artikel zu der Veranstaltung finden Sie auch auf der dena-Website.

170301 dena dialogue forum fb from Frank Bolten

 

Copyright Bilder:  Deutsche Energie-Agentur (dena) und eigene